Was ist Tollwut?

Tollwut ist eine akute Virusenzephalomyelitis, die ohne Immunisierung fast ausnahmslos tödlich endet. Ist das Virus einmal in den Körper gelangt, wandert es entlang der Nervenbahnen ins Rückenmark und von dort ins Gehirn. Hier vermehrt es sich und breitet sich weiter im Organismus aus. Der Mensch infiziert sich hauptsächlich durch Speichelkontakt: Nach Belecken von verletzten Hautstellen, durch Biß- oder Kratzverletzungen, oder wenn Speichel des Tieres durch ungewaschene Hände an die Augen-, Nasen-, oder Mundschleimhaut gelangt.

Wer sollte sich impfen lassen?

Sinnvoll ist die Impfung zum Beispiel für Menschen, die in ein Tollwutgebiet reisen, engen Kontakt mit Fledermäusen haben oder in einem Labor mit Tollwut-Viren arbeiten.
Zusätzlich gibt es eine Impfung für Menschen, die vermutlich oder sicher mit dem Virus in Kontakt gekommen sind.

Wie wird geimpft?

Bei der Präexpositionsprophylaxe (bisher kein Kontakt zum Virus) werden drei Impfungen an den Tagen 0, 7 und 21 oder 28 gegeben. Wenn ein langfristiger Impfschutz benötigt wird, muss regelmäßig der Antikörperspiegel im Blut gemessen werden. Die Impfung wird aufgefrischt, wenn der Spiegel unter einen bestimmten Wert sinkt.
Bei der Postexpositionsprophylaxe werden vier bis fünf Impfdosen innerhalb eines Monats sowie gegebenenfalls zusätzlich Antikörper gegen Tollwut verabreicht.

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