Was ist der Ruhepuls und warum ist er wichtig?

Der Ruhepuls beschreibt die Kontraktionen des Herzens innerhalb einer Minute während der Ruhephase des Körpers. Die Herzfrequenz variiert je nachdem, was du tust - zum Beispiel wird sie beim Schlafen langsamer und beim Training schneller. Der Ruhepuls ist ein Indikator für die körperliche Fitness. Der Ruhepuls nimmt langfristig durch Aerobes Training ab, da das Herz stärker wird.

Wie wird der Ruhepuls gemessen?

Um deinen Ruhepuls zu messen, musst du mindestens 5 Minuten lang geruht haben, bevor du deinen Puls überprüfen kannst. Du kannst auch den Fitness-Tracker verwenden oder deinen Arzt bitten, dir zu helfen.

Wenn du es selbst messen möchtest, nehme dir eine Stoppuhr, lege Zeige- und Mittelfinger auf eine Stelle, an der du den Puls gut spürst. Du kannst deinen Puls entweder am besten an der Radialarterie am Handgelenk oder an der Halsschlagader am Hals finden.

Wenn du deinen Puls hast, zähle entweder die Anzahl der Schläge für eine ganze Minute oder für 30 Sekunden und multipliziere die Zahl mit 2.

Dadurch erhältst du deine Herzfrequenz - die Anzahl der Herzschläge pro Minute.

Die meisten Erwachsenen haben einen Ruhepuls zwischen 60 und 100 Schlägen pro Minute.

Was bedeutet es, wenn mein Ruhepuls zu niedrig oder zu hoch ist?

Achte darauf, dass du richtig gemessen und gerechnet hast.

Ein Ruhepuls unter 60 BPM bei körperlich gesunden und aktiven Personen kann auf einen Zustand sehr guter körperlicher Fitness hinweisen. Manchmal können Untergewicht und Medikamente auch dazu führen, dass der Ruhepuls sinkt.

Ein hoher Ruhepuls kann z.B. mit hormonellem Ungleichgewicht (z.B. Schilddrüsenfehlfunktion) zusammenhängen, mit Fettleibigkeit (das Herz muss härter arbeiten, um einen schweren Körper mit ausreichend Blut zu versorgen) und auch durch Stress erhöht sein.

Zusätzliche Hinweise

Vermeide es, deinen Daumen zu nutzen, um deinen Puls zu messen, da er einen eigenen Puls hat und einige Verwirrung stiften kann, wenn du deine Schläge zählst.

Quellen

  • Deutsche Gesellschaft für Kardiologie. (2014). ESC Pocket Guidelines - Leitlinien für das Management der arteriellen Hypertonie.
  • Mancia, G., Fagard, R., Narkiewicz, K., Redon, J., Zanchetti, A., Bohm, M., … Zannad, F. (2013). The task force for the management ofarterial hypertension of the european society ofhypertension (esh) and of the european society of cardiology (esc). Journal of Hypertension, 31(7), 1281–1357. https://doi.org/10.1097/01.hjh.0000431740.32696.cc
  • R. Harrison, T., S Fauci, A., L Kasper, D., & L Longo, D. (2012). Harrison´s Principles of Internal Medicine. Harrison`s Principles of Internal Medicine.