Was ist Röteln?

Röteln ist beim Erwachsenen normalerweise eine milde Lymphdrüsen-Erkrankung, die innerhalb von 7 bis 10 Tagen ohne Behandlung abklingt. Mit der Impfung möchte man vor allem vermeiden, dass sich ungeschützte schwangere Frauen mit Röteln anstecken. Denn dann kann das ungeborene Kind an einer Rötelnembryopathie erkranken. Blindheit, Taubheit, Herzfehler, geistige Behinderungen, Leberentzündung oder sogar eine Fehlgeburt können die Folge sein.

Wer sollte sich impfen lassen?

Die STIKO empfiehlt die erste Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln im Alter von 11-14 Monaten und die 2. MMR-Impfung im 2. Lebensjahr im Alter von 15-23 Monaten durchführen zu lassen. Ist dies nicht geschehen, so sollten die Impfungen so bald wie möglich nachgeholt werden. Außerdem impfen lassen, sollten sich alle Frauen im gebärfähigen Alter, die noch gar nicht oder nur einmal in der Kindheit gegen Röteln geimpft wurden oder deren Impfstatus unklar ist. Personal in der Kinderheilkunde, der Geburtshilfe und der Schwangerenbetreuung (z.B. Hebammen, Ärzte) sowie in Gemeinschaftseinrichtungen sollten bei unklarem oder unvollständigem Impfstatus noch ein Mal geimpft werden.
Die Impfung gegen Röteln bzw. Masern, Mumps und Röteln kann nicht während der Schwangerschaft nachgeholt werden! Zwischen Impfung und Schwangerschaft sollte vorsichtshalber ein Monat Abstand liegen. Eine versehentliche Impfung in der Schwangerschaft stellt jedoch nach nationalen und internationalen Empfehlungen keine Indikation zum Schwangerschaftsabbruch dar.

Wie wird geimpft?

Die zweimalige Impfung wird zunächst verabreicht, wenn das Kind ein Jahr alt ist, die Auffrischungsimpfung findet dann nach 3 Jahren und 4 Monaten kurz vor der Einschulung statt. Die STIKO empfiehlt die Durchführung der ersten MMR-Impfung (Mumps, Masern, Röteln) im Alter zwischen 11 und 14 Monaten und die zweite zwischen 15 und 23 Monaten. Falls dies versäumt wurde, sollten die Impfungen so bald wie möglich nachgeholt werden.

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