Was ist der Hämatokrit Wert und warum ist er wichtig?

Der Hämatokrit Wert stellt den Prozentsatz der Zellenelemente im Blut im Vergleich zur Blutflüssigkeit (Plasma) dar. Je höher der Wert ist, desto dichter ist das Blut und umgekehrt.

Wie wird der Hämatokrit gemessen?

Die meisten Bluttests beinhalten den Hämatokrit-Wert. Wenn du 35 Jahre oder älter bist, kannst du alle zwei Jahre eine Blutuntersuchung als Vorsorge durchführen lassen.

Der normale Bereich für Hämatokrit liegt bei 41,5- 50,4% für Männer und 36,9 - 44,6% für Frauen.

Was bedeutet es, wenn mein Hämatokrit-Wert zu niedrig oder zu hoch ist?

Ein Anstieg oder Rückgang des Hämatokrits muss immer in Verbindung mit anderen Parametern wie dem Hämoglobinspiegels, den roten Blutkörperchen oder der Retikulozytenzahl interpretiert werden.

Wenn dein Hämatokrit-Wert niedrigerer als der normale Bereich ist, kann das auf eine unzureichende Versorgung mit gesunden roten Blutkörperchen (Anämie) hinweisen. Der Wert kann aber auch durch eine große Anzahl von weißen Blutkörperchen erhöht sein. Diese können aufgrund von langwierigen Krankheiten vermehrt gebildet werden. Solche Krankheiten können z.B. Infektionen oder eine Erkrankung der weißen Blutkörperchen wie Leukämie oder Lymphom sowie Vitamin- oder Mineralmangel und Blutverlust sein.

Wenn dein Hämatokrit-Wert in einem höheren Bereich als dem normalen liegt, kann das auf eine Dehydrierung oder eine Erkrankung hinweisen. So führt z.B. Polycythemia vera im Körper dazu, dass zu viele rote Blutkörperchen produziert werden. Auch Lungen- oder Herzerkrankungen können den Hämatokrit erhöhen.

Besondere Hinweise

Eine gewisse Variabilität der Testergebnisse kann aufgrund von Unterschieden zwischen den Laboren bei den Testgeräten, chemischen Reagenzien und Techniken auftreten. Bitte richte dich daher immer nach dem Referenzbereich des Labors, das den Test durchgeführt hat, um festzustellen, ob die Ergebnisse "innerhalb normaler Grenzen" liegen.

Quellen