Was sind Blutplättchen (Thrombozyten) und warum sind sie wichtig?

Blutplättchen sind Blutkörperchen, die uns vor einem Blutverlust schützen. Unsere Milz ist ein Reservoir für große Mengen an Blutplättchen. Bei Bedarf werden sie schnell in den Blutkreislauf gezogen, z.B. bei körperlicher Aktivität, Infektion oder Stress.

Wie werden Blutplättchen gemessen?

Sowohl das kleine als auch das große Blutbild beinhalten die Plättchenanzahl. Wenn du 35 Jahre oder älter bist, kannst du alle zwei Jahre eine Blutuntersuchung als Standarduntersuchung durchführen lassen.

Der Normalbereich liegt bei 150 - 450 10³ PLT/µl.

Was bedeutet es, wenn die Blutplättchen zu niedrig oder zu hoch sind?

Eine zu geringe Anzahl von Blutplättchen ist in der klinischen Praxis sehr verbreitet. Sie kann durch ein technisches Problem mit der Blutprobe (z.B. Klumpenbildung) oder durch physiologische Bedingungen wie eine Schwangerschaft verursacht werden. Eine verminderte Produktion der Blutplättchen kann angeboren sein oder z.B. nach Virusinfektionen, durch Drogen, Alkohol, idiopathische thrombozytopenische Purpura (ITP) oder Autoimmun auftreten.

Ist dein Blutplättchenspiegel zu hoch, kann dies durch eine höhere Produktion oder eine geringere Zerstörung der Blutplättchen verursacht sein. Dies tritt z.B. als Reaktion auf ein medizinisches Problem auf. Probleme können akuter Blutverlust, Krebs, Infektionen, die Entfernung deiner Milz oder Erkrankungen wie rheumatoide Arthritis, Sarkoidose oder entzündliche Darmerkrankungen sein.

Zusätzliche Hinweise

Eine gewisse Variabilität der Testergebnisse kann aufgrund von Unterschieden zwischen den Laboren bei den Testgeräten, chemischen Reagenzien und Techniken auftreten. Bitte richte dich nach dem Referenzbereich des Labors, das den Test durchgeführt hat, um festzustellen, ob die Ergebnisse "innerhalb normaler Grenzen" liegen.

Quellen