Sommer, Sonne, Sonnenschutz

Endlich wieder Sommer – wer freut sich nicht über die wärmenden Strahlen auf der Haut und eine schöne Urlaubsbräune.

In Maßen genossen, ist Sonne wunderbar. Doch zu viel Sonne kann einen Sonnenbrand verursachen, die Haut dauerhaft schädigen und auch Hautkrebs auslösen. So kannst du dich davor schützen.


Fakt ist: Die UV-Strahlung in der Sonne ist Hauptursache für Hautkrebs. Sich vor zu viel UV-Strahlung zu schützen ist also die wichtigste Maßnahme, um Hautkrebs vorzubeugen. Auch mit einem Sonnenbrand ist nicht zu spaßen, er schädigt die Haut, sodass sie ihre natürliche Schutzfunktion verlieren kann.

Deswegen brauchst du nicht komplett auf Freibad, Strandurlaub oder ein Sonnenbad auf deinem Balkon zu verzichten. In der Sonne aufpassen und deine Haut gut schützen, solltest du aber schon.


Helle Haut, höheres Risiko

Unsere Haut verfügt über einen gewissen Eigenschutz gegen UV-A- und UV-B-Strahlung. Je nach Hauttyp fällt dieser jedoch unterschiedlich aus. Hellhäutige Menschen haben ein höheres Risiko für Sonnenbrand, dauerhafte Hautschäden oder gar Hautkrebs, als dunkelhäutige. 

Wer sich länger in der Sonne aufhalten möchte, braucht also einen zusätzlichen Sonnenschutz – in Form von Sonnencreme, Schatten oder langer Kleidung.


LSF und USV – was steckt dahinter?

Auf jeder Sonnencreme ist der sogenannte Lichtschutzfaktor (LSF) in Form einer Zahl angegeben, beispielsweise LSF 20 oder LSF 50. Der LSF gibt jedoch lediglich die Schutzwirkung der Sonnencreme gegen UV-B-Strahlung an. Doch auch die UV-A-Strahlung ist schädlich für die menschliche Haut. Wenn eine Sonnencreme zusätzlich auch UV-A-Licht herausfiltert, ist dies in Form eines UV-A-Siegels vermerkt. Hat eine Sonnencreme einen Breitbandfilter für UV-A- und UV-B-Strahlen, lässt sich damit einem Sonnenbrand so gut wie möglich vorbeugen. Die LSF-Ziffer gibt an, um wie lange man seine Eigenschutzzeit verlängern kann. Die einfache Formel dahinter: Eigenschutzzeit in Minuten x Lichtschutzfaktor = maximal mögliche Zeit, sich pro Tag in der Sonne aufzuhalten, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Ein Mensch mit einem hellen Hauttyp und einem Eigenschutz von 10 Minuten dürfte mit LSF 20 etwa 200 Minuten in die Sonne, mit LSF 50 entsprechend 500 Minuten. Allerdings können einige Faktoren die Schutzzeit wieder reduzieren, darunter etwa Reflektionen durch Wasser oder Schnee. Auch ist die UV-Strahlung in manchen Regionen wie in den Tropen, im Mittelmeer oder im Hochgebirge grundsätzlich höher und damit ist auch ein höherer Lichtschutzfaktor nötig. 


Gut zu wissen:

Richtig angewendet können Sonnenschutzcremes zwar vor einem Sonnenbrand schützen, lassen jedoch einen Teil der Strahlung auf die Haut durch. Auf längere Sicht kann sich die UV-Dosis ansammeln und zur Entstehung von Hautkrebs beitragen. Daher sollte man sich nicht in falscher Sicherheit wiegen und auch eingecremt besonders ausgiebige Sonnenbäder meiden.

 

9 Tipps für den Sonnenschutz 

  1. Meide im Sommer direkte Sonne während der Mittagszeit, denn zwischen 11 und 15 Uhr ist sie besonders intensiv.
  2. Setze dich in den Schatten, er mindert die UV-Strahlung um 50 bis 95 %, Bäume und Sträucher sind dabei besser geeignet als Sonnenschirme.
  3. Schütze dich mit Sonnenschirm, Hut und langer Kleidung vor der Sonne.
  4. Trage eine Sonnenbrille mit UV-Schutzgläsern, denn auch die Augen können einen Sonnenbrand bekommen.
  5. Verwende Sonnencreme mit UV-A- und UV-B-Schutz und einem hohen Lichtschutzfaktor. 
  6. Creme dich ein, bevor du in die Sonne gehst. Manche Sonnenschutzmittel wirken sofort nach dem Auftragen, andere musst du 20 bis 30 Minuten vorher auftragen. 
  7. Alle zwei Stunden etwa solltest du nachcremen, denn durchs Schwitzen, Schwimmen und Abtrocknen reibt sich die Creme ab und die Schutzwirkung geht verloren. Das
  8. Gilt auch für „wasserfeste“ Sonnencreme. Wichtig zu wissen: Die maximale Schutzzeit der Sonnencreme lässt sich so lediglich erhalten, nicht verlängern. 
  9. Verwende auch im Alltag einen Sonnenschutz. Vielleicht setzt du dich ja spontan ins Straßencafé.


Wenn du wissen möchtest, ob deine Haut geschädigt ist oder ob deine Leberflecken auffällig verändert sind, kannst du dies bei deinem Hautarzt im Rahmen eines Hautkrebs-Screenings untersuchen lassen. Für Personen ab 35 Jahren ist dies alle zwei Jahre empfohlen. 

Übrigens: Deine digitale Gesundheitsassistentin Vivy zeigt dir eine Liste mit Vorsorgeuntersuchungen, die für verschiedene Patientengruppen regelmäßig angeboten werden. Du kannst für dich passende Untersuchungen über den „Erinnere mich”-Button auswählen. In deiner App öffnet sich dann ein Screen, auf dem du eintragen kannst, wann deine letzte Untersuchung dieser Art war. Vivy berechnet daraufhin, wann die nächste Vorsorgeuntersuchung anstehen könnte. Natürlich erinnert Vivy dich per Push-Mitteilung frühzeitig an alle vorstehenden Untersuchungen, sodass du sie kaum noch verpassen kannst. Also, pass auf dich auf, Vivy hilft dir dabei! 

 

Quellen:

Haut.de: Lichtschutz: Hilfestellung für die Haut – Hauttypen
gesundheitsinformation.de: Wie kann man sich vor zu viel Sonne schützen?
Deutschlandfunk Nova: UV-Strahlen: Wie wir uns vor der Sonne schützen
sueddeutsche.de: Sieben Mythen über den Sonnenschutz
S3-LeitliniePrävention von Hautkrebs Version 1.1 – April 20 14 AWMF-Registernummer:032/052O
Deutsche Krebsgesellschaft: Hautkrebs - so können Sie sich schützen


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