Die elektronische Gesundheitsakte in Deutschland

Vivy hat mit der elektronischen Gesundheitsakte einen Stein ins Rollen gebracht. Was halten die Deutschen vom Potenzial der eGA?

Die elektronische Gesundheitsakte in Deutschland

Das deutsche Gesundheitssystem hinkt im internationalen Vergleich hinsichtlich Digitalisierung noch hinterher. Der Digital Health Index der Bertelsmann-Stiftung etwa sieht Deutschland auf dem vorletzten Platz. Da geht also noch was! Ein wichtiger Baustein dafür ist die elektronische Gesundheitsakte.

Wie stehen die Deutschen zur eGA?

Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit zeigt: Im Jahr 2018 sagten 64 Prozent, sie haben schon einmal von der elektronischen Gesundheitsakte gehört oder gelesen. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es mit 48 Prozent die wenigsten, bei den Über-59-Jährigen die meisten, nämlich 79 Prozent.

Bereitschaft für elektronische Gesundheitsakte auf dem Smartphone steigt

Fragt man danach, ob die Befragten in Deutschland gerne die Möglichkeit nutzen würden, ihre persönlichen Gesundheitsdaten – also Befunde und andere Dokumente ihres Arztes – in einer App zu organisieren und auf ihrem Smartphone einzusehen, sind die Jungen am begeistertsten.

Bei den Unter-30-Jährigen sind 81 Prozent bereit, die Vorteile der elektronischen Gesundheitsakte auf dem Smartphone zu nutzen. Bei den 30- bis 44-Jährigen sind es 71 Prozent, bei den 45- bis 59-Jährigen sind es sogar 79 Prozent und bei den Über-59-Jährigen auch bereits sieben von zehn.

Was sagen die Menschen zur elektronischen Gesundheitsakte?

Wir waren in Berlin unterwegs und haben Menschen ganz einfach nach ihrer Meinung zur elektronischen Gesundheitsakte gefragt. Und das haben wir erfahren:

"Ich bin der Meinung, dass der Nutzer einer elektronischen Gesundheitsakte die hauptsächliche Kontrolle über die Daten haben sollte. Ich möchte selbst die Kontrolle haben, mit wem ich welche Dokumente teile. In Notfallsituationen ist aber ein Zugriff auf notfallrelevante Daten natürlich sinnvoll.
Für mich ist wichtig, dass eine Gesundheits-App, egal mit welchen anderen Apps man sie gemeinsam nutzt, über Schnittstellen dazu verfügen muss. Sonst wäre es nicht praktikabel. Abgesehen davon ist mir wichtig, dass es sicher ist und man der App vertrauen kann. Außerdem muss es einfach auf dem Handy zu nutzen sein und auf den ersten Blick direkt einen guten Überblick geben."
Jana A.


"Ich bin für die elektronische Akte, weil das viele Vorteile bringt – für den Patienten, aber auch für die Ärzte. Das ermöglicht einen einfacheren Austausch und bessere Kommunikation. Es ist geordnet, man hat Überblick. Bei mir ist die große Frage: Ist das sicher? Wo sind meine Daten gespeichert? Sind sie vor unberechtigten Zugriffen geschützt? Und wie funktioniert der Austausch mit den Ärzten? Hat dann jeder Arzt alle Daten oder kann ich Befugnisse erteilen? Die Fragen stelle ich mir. Wenn diese Fragen beantwortet sind, würde ich so eine App aber natürlich nutzen!"
Silke K.


"Wenn man seine Daten digital an einem Ort hat, ist das sicherlich ein Vorteil. Wichtig ist, dass alle gemeinsam damit arbeiten können. Ich weiß, dass heute viele Krankenkassen Einzellösungen haben. Wenn jede App ‘für sich ist’, ist das aber sicherlich auch nicht die Lösung. Eine universelle Lösung bringt sicherlich Vorteile. Ich habe gelesen, dass die junge Generation der Ärzte auch immer bereiter ist, solche Möglichkeiten zu nutzen.
Es sollte eine App geben, die von allen – also Ärzten, Krankenkassen, Bund, Patienten etc. – akzeptiert wird."
Philipp K.


"Bei meinem letzten medizinischen Scan habe ich die Ergebnisse tatsächlich mal gescannt und in meine Cloud gelegt. Das ist ein Fortschritt: Weil damit finde ich sie auch wieder. Ansonsten bewahre ich meine medizinischen Daten derzeit zu Hause in der Schreibtischschublade auf. Die Unterlagen hat man ja gerne mal so rumliegen und wirft sie irgendwann mal weg."
Jannis F.


"Die Patienten müssen mindestens soviel Mitspracherecht haben, wie Ärzte und Krankenkassen, meiner Meinung nach – und entscheiden können, welche Befunde bei welchen Ärzten landen. Die Entscheidungsfreiheit muss beim Patienten liegen. Beim Arzt habe ich zwar Zugriff auf meine Daten, notfalls muss man erst einmal Akteneinsicht beantragen. Manchmal dauert das alles aber, bis Befunde von einem Arzt beim gewünschten Facharzt landen."
Helmut M.

Mehr über die eGA

Es zeigt sich: Das deutsche Gesundheitssystem hat noch etwas an Wegstrecke vor sich in Sachen Digitalisierung. Immer mehr Menschen sind dazu bereit und wissen die Vorteile zu nutzen und ihr persönliches Gesundheits-Empowerment zu schätzen. Da sich Vivy in erster Linie an den Bedürfnissen ihrer Nutzer orientiert, freuen wir uns natürlich über wertvolles Feedback, um die App noch besser zu machen!

Wer mehr über die elektronische Gesundheitsakte erfahren will, findet weitere Infos dazu auch in unserem Blog-Beitrag "Was ist die elektronische Gesundheitsakte (eGA)?"

 

 


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