Blut spenden am Weltblutspendetag – so geht’s

Ein kleiner Leitfaden für Erstspender

Weltblutspendetag

Seit 2004 ruft die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Bevölkerung immer am 14. Juni dazu auf, Blut zu spenden – denn dann ist Weltblutspendetag. Mit den Blutkonserven können Sanitäter und Ärzte im Notfall Leben retten. Damit jederzeit genügend Blut zur Verfügung steht, brauchen Blutspendedienste und Kliniken viele Freiwillige, die einen Teil ihres „roten Lebenselixiers“ abgeben. Doch wie funktioniert eine Blutspende eigentlich und was gilt es zu beachten? Die wichtigsten Punkte haben wir für dich zusammengestellt.

Wo kann ich Blut spenden?

Blut spenden kannst Du bei gemeinnützigen Einrichtungen wie dem Deutschen Roten Kreuz, an Unikliniken und Krankenhäusern oder auch bei privaten Blutspendediensten. Einen Blutspendedienst in deiner Nähe findest Du beispielsweise über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter Einfach Leben retten.

Wer darf Blut spenden?

Grundsätzlich darf jeder ab 18 Jahren Blut spenden. Das Höchstalter für Erstspender liegt bei 60 Jahren. Spender sollten außerdem mindestens 50 Kilogramm wiegen.
Vorübergehend nicht spenden dürfen etwa Frauen während der Schwangerschaft oder nach der Geburt, wer kürzlich eine große Operation hatte oder bestimmte Medikamente einnimmt. Nach Piercings und Tätowierungen sollte man mindestens vier Monate bis zur Spende warten, damit Infektionen auszuschließen sind.

Wie läuft eine Blutspende ab?

Zunächst musst Du dich am Empfang anmelden und mit deinem Personalausweis, Reisepass oder auch Führerschein ausweisen. Damit das medizinische Personal deinen Gesundheitszustand und gegebenenfalls mögliche Risiken einer Spende einschätzen kann, füllst Du anschließend einen Fragenbogen aus.
Danach bestimmen die Mitarbeiter zunächst mit einem kleinen Tropfen Blut deinen Hämoglobinwert (Hb-Wert) und zusätzlich mit einem Schnelltest deine Blutgruppe. Es folgt eine ärztliche Untersuchung von Blutdruck, Puls und Körpertemperatur, dazu bespricht der Arzt mit dir den Fragebogen. Ist alles in Ordnung, steht einer Blutspende nichts mehr im Wege: Dazu liegst Du entweder auf einer Liege oder in einer Art Liegestuhl, eine medizinische Fachkraft desinfiziert die Armbeuge und legt dir eine Kanüle, über die das Blut entnommen wird.

Wie lange dauert eine Blutspende?

Die eigentliche Blutspende dauert etwa 10 Minuten. Inklusive der Registrierung und Voruntersuchungen solltest Du aber eine gute Stunde einplanen.

Wie viel Blut wird mir entnommen?

In der Regel gibst Du etwa 500 Milliliter Blut ab.

Was muss ich vor und nach der Blutspende beachten?
Damit Du die Blutspende gut verträgst, solltest Du eine Stunde vorher ausreichend gegessen und getrunken haben. Nach der Spende kannst Du dich im Spenderaum noch einige Minuten unter Aufsicht ausruhen. Zusätzlich stehen in den meisten Spendeneinrichtungen vor und nach der Blutspende Getränke, Brötchen und Kuchen bereit. Ein kleiner Imbiss und Flüssigkeit regen die Blut-Neubildung an und stabilisieren den Kreislauf.
Wenn Du dich fit fühlst, kannst Du wieder nach Hause gehen, jedoch solltest Du für die nächsten Stunden starke körperliche Belastung vermeiden und nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Den Spendearm solltest Du etwa 24 Stunden lang schonen.

Was passiert mit meinem Blut?

Bevor deine Blutspende aufbereitet und gelagert wird, bevor sie im Ernstfall zum Einsatz kommen kann, wird sie im Labor gründlich untersucht. Dabei werden die Blutgruppe, der Rhesusfaktor sowie weitere Blutgruppenmerkmale bestimmt und das Blut auf Infektionskrankheiten wie HIV, Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis C oder Syphilis hin untersucht. Ist Ihr Befund auffällig, wirst Du darüber sofort benachrichtigt.

Welche Vorteile hat das Blutspenden?

Mit einer Blutspende hilfst Du nicht nur, Leben zu retten. Auch dir selber nützt eine Blutspende: Du erhältst auf diese Weise einen kostenlosen Gesundheitscheck und auch einen Blutspendeausweis, in dem deine Blutgruppe notiert ist. Diesen solltest Du stets mit dir führen. Im Falle eines Falles wissen Ärzte dann sofort, welche Blutkonserve Du benötigst.

Darüber hinaus kann eine regelmäßige Blutspende erhöhte Blutfettwerte und einen erhöhten Blutdruck positiv beeinflussen.

Welche Blutspendearten gibt es?

Man unterscheidet Vollblutspende, Thrombozytenspende und Eigenblutspende: Bei der Vollblutspende entnimmt man dir circa 500 Milliliter Blut, aus dem bis zu drei verschiedene Blutpräparate zur Patientenversorgung hergestellt werden können. Bei einer Thrombozytenspende filtert ein spezielles Gerät aus dem Vollblut die Thrombozyten (Blutplättchen) heraus, die beispielsweise Menschen mit Gerinnungsstörungen dringend benötigen. Vor Operationen können Patienten auch ihr eigenes Blut spenden, das sie dann bei Blutungen während der Operation erhalten.

Wie oft darf ich Blut spenden?

Gesunde Menschen können bis zu sechsmal jährlich Blut spenden. Mediziner empfehlen jedoch, eine Ruhezeit von bis drei Monaten zwischen den Spenden einzuhalten.

Kennst du schon den digitalen Notfallpass von Vivy? Dieser gibt dir die Möglichkeit, alle wichtigen Gesundheitsinformationen wie deine Blutgruppe, Allergien, Schwangerschaft und vieles mehr, zu speichern. Sanitäter und Ärzte können so auf diese Daten schnell Einsicht haben und im Fall der Fälle besser versorgen. Vivy leistet damit einen unterstützenden Beitrag zum routinierten Ablauf von Rettungskräften und Notärzten.

 

 


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