Informationen zu Diabetes

Quellen: DiabtetesDE, gesundheitsinformation.de, Gesundheitsbericht Diabetes 2020

Was ist Diabetes überhaupt?

Der Begriff "Diabetes mellitus" fasst verschiedene Störungen des Kohlenhydrat-Stoffwechsels zusammen, die durch erhöhte Blutzuckerwerte gekennzeichnet sind. Die beiden bekanntesten Formen sind Diabetes Typ 1 und Diabetes Typ 2:


Typ-1-Diabetes

Typ-1-Diabetes tritt in der Regel schon im Kindes- oder Jugendalter auf. Zu einem Typ-1-Diabetes kommt es, weil die Bauchspeicheldrüse geschädigt ist und kein oder nur sehr wenig Insulin produziert.


Typ-2-Diabetes

Beim Typ-2-Diabetes dagegen wird das Insulin von den Körperzellen immer schlechter aufgenommen und verwertet. Er wird auch „Altersdiabetes“ genannt, weil er sich oft erst in einem höheren Lebensalter bemerkbar macht. In Deutschland liegt das mittlere Alter bei Typ-2-Diabetes-Diagnose derzeit bei 61 Jahren bei Männern und 63 Jahren bei Frauen. Typ-2-Diabetes ist wesentlich häufiger als Typ-1-Diabetes. Etwa 90 % der Menschen mit Diabetes haben einen Typ-2-Diabetes.


Welche Symptome verursacht Diabetes?

Die erhöhten Blutzuckerwerte sind anfangs nicht immer spürbar. Ein Diabetes kann sich über Jahre entwickeln, ohne dass Symptome auftreten. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel kann aber folgende Symptome verursachen:

  • starkes Durstgefühl
  • häufiges Wasserlassen
  • Müdigkeit und Antriebsschwäche
  • Übelkeit
  • Schwindel


Wie häufig ist Diabetes?

Diabetes ist eine häufige Erkrankung. Im Laufe ihres Lebens erkranken 7 von 100 Frauen und Männern an Diabetes (Typ 2). Wie bekommt man Diabetes?

Verschiedene Faktoren können die Entstehung von Typ-2-Diabetes begünstigen:

  • Übergewicht und zu wenig körperliche Bewegung
  • Rauchen
  • Ballaststoffarme, fett- und zuckerreiche Ernährung
  • Bestimmte Medikamente, die den Zucker-Stoffwechsel verschlechtern
  • Ein genetisch erhöhtes Risiko: In manchen Familien tritt die Erkrankung gehäuft auf.


Wie wird Diabetes behandelt?

Nach der Diagnose brauchen manche Menschen nur wenig in ihrem Leben zu ändern. Schon eine geringe Gewichtsabnahme und etwas mehr Bewegung reichen für sie aus, um ihren Diabetes in den Griff zu bekommen. Andere Menschen mit Typ-2-Diabetes benötigen eine dauerhafte Behandlung mit Tabletten oder Insulin. Für sie ist es besonders wichtig, ihre Erkrankung zu verstehen und zu wissen, was sie selbst für ihre Gesundheit tun können.


Welche Folgen hat Diabetes?

Typ-2-Diabetes kann mit anderen Krankheiten verbunden sein und eine Reihe von Folgeschäden hervorrufen. So haben Betroffene häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem kann Diabetes den Nerven, Füßen, Augen oder Nieren schaden. Manche Menschen mit Diabetes werden im Laufe der Zeit traurig, niedergeschlagen oder antriebslos. Sie ziehen sich immer mehr von der Außenwelt zurück. Allmählich kann so eine depressive Stimmung entstehen.